Die Übergabe von Lisa Mayer (l.) auf Gina Lückenkemper (r.) in der 4 x 100-m-Staffel © picture alliance / Bernd Thissen Fotograf: Bernd Thissen

04:45 min | 12.08.2017 | Das Erste

4x100 m: DLV-Team läuft an Bronze vorbei

Die deutschen Sprinterinnen haben sich im WM-Finale in London einen schlechten Wechsel geleistet damit die Medaille verpasst. Weltmeister wurden die USA vor Großbritannien und Jamaika.

4x100 m

4x100-m-Frauen nach schlechtem Wechsel Vierte

Die deutsche 4x100-m-Staffel der Frauen hat die erhoffte Medaille als Vierte verpasst. 17 Hundertstelsekunden fehlten am Ende zur Medaille - Zeit, die beim ersten Wechsel verloren ging.

Ergebnisse

Leichtathletik, 4 x 100 m, Frauen, Finale

Gold Flagge USA USA Aaliyah Brown / Allyson Felix / Morolake Akinosun / Tori Bowie
Silber Flagge Großbritannien GBR Asha Philip / Desiree Henry / Dina Asher-Smith / Daryll Neita
Bronze Flagge Jamaika JAM Jura Levy / Natasha Morrison / Simone Facey / Sashalee Forbes
4. Flagge Deutschland GER Tatjana Pinto / Lisa Mayer / Gina Lückenkemper / Rebekka Haase
5. Flagge Schweiz SUI Ajla Del Ponte / Sarah Atcho / Mujinga Kambundji / Salome Kora

Tatjana Pinto, Lisa Mayer, Gina Lückenkemper und Rebekka Haase sind den hohen Erwartungen, die die vier auch selbst formuliert hatten, nicht ganz gerecht geworden: Das deutsche 4x100-m-Quartett ist in London lediglich Vierte geworden. Die DLV-Auswahl, die im April noch die inoffizielle Staffel-WM gewonnen hatte, musste sich im Finale am Samstagabend (12.08.17) in 42,36 Sekunden wie schon bei Olympia mit Rang vier begnügen. Beim ersten Wechsel - von Pinto auf Mayer - blieb viel Zeit liegen. Gold ging an die USA, die in 41,82 Sekunden nach der Bestzeit im Vorlauf noch einmal eine Weltjahresbestleistung aufstellten. Großbritannien (42,12) und Jamaika (42,19) komplettierten das Treppchen.

Schon im Vorlauf hatten die Deutschen bei den Wechseln Probleme gehabt. "Wir wollten jetzt ein bisschen mehr riskieren", erklärte Mayer im ZDF. Sie musste nach dem Anlaufen wieder stark abbremsen, um noch in der Wechselzone den Stab von Pinto zu bekommen. In der Folge klappte es dann deutlich besser. "Es hat sich richtig gut angefühlt, das war noch mal ein geiles Rennen", sagte Lückenkemper. Haase war so im Schlussspurt wieder mitten drin im Medaillenrennen. "Ich hätte gern noch die Jamaikanerinnen überholt", meinte Haase. "Aber auch mit Rang vier kann man leben."

Virus macht DLV-Team das Leben schwer

Zumal die deutschen Staffelstarts in London unter keinem guten Stern standen. Der Norovirus hielt das DLV-Team zu Beginn der Woche in Atem. Zwischenzeitlich war nicht mal klar, ob überhaupt eine Staffel an den Start gehen könnte. In den Einzelrennen waren nur Haase (200 m) und Lückenkemper (100 m) im Einsatz. Beide verpassten zwar die Finals, die Dortmunderin Lückenkemper hatte aber schon im Vorlauf für mächtig Furore gesorgt. Die 20-Jährige durchbrach in 10,90 die Schallmauer von 11 Sekunden.

Die deutsche Sprinterin Gina Lückenkemper freut sich nach dem Zieleinlauf. © picture alliance / Bernd Thissen Fotograf: Bernd Thissen

03:13 min | 05.08.2017 | Das Erste

Lückenkemper knackt die Elf-Sekunden-Schallmauer

Schallmauer durchbrochen: Sprinterin Gina Lückenkemper hat bei der WM in London die Elf-Sekunde-Marke geknackt. Die Dortmunderin lief in 10,95 Sekunden persönliche Bestzeit. Der Lauf und das Interview.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Leichtathletik-WM 2017 London | 13.08.2017 | 12:03 Uhr

Stand: 12.08.17 22:48 Uhr