Nadine Gonska, Hannah Mergenthaler und Laura Müller (v.l.) © dpa - Bildfunk Fotograf: Bernd Thissen/dpa

04:11 min | 13.08.2017 | Das Erste

4x400 m: US-Girls rauschen zu Gold

Die US-Girls haben bei der WM in London über 4x400 m überlegen Gold geholt. Sie profitierten dabei von einer Verletzung im jamaikanischen Team. Die DLV-Staffel kam auf Rang sechs.

4x400 m

4x400m: DLV-Frauen bei US-Sieg Sechste

Mit Rang sechs haben sich die DLV-Frauen im Finale über 4x400 m achtbar aus der Affäre gezogen. Im Konzert der Großen konnten sie jedoch nicht mithalten. Gold ging an die USA. Bei den Männern siegte überraschend die Staffel von Trinidad und Tobago.

Ergebnisse

Leichtathletik, 4 x 400 m, Frauen, Finale

Gold Flagge USA USA Quanera Hayes / Allyson Felix / Shakima Wimbley / Phyllis Francis
Silber Flagge Großbritannien GBR Zoey Clark / Laviai Nielsen / Eilidh Doyle / Emily Diamond
Bronze Flagge Polen POL Malgorzata Holub / Iga Baumgart / Aleksandra Gaworska / Justyna Swiety
4. Flagge Frankreich FRA Estelle Perrossier / Deborah Sananes / Agnès Raharolahy / Elea Mariama Diarra
5. Flagge Nigeria NGR Patience Okon George / Abike Funmilola Egbeniyi / Glory Onome Nathaniel / Yinka Ajayi
6. Flagge Deutschland GER Ruth Sophia Spelmeyer / Laura Müller / Nadine Gonska / Hannah Mergenthaler

Startläuferin Ruth Sophia Spelmeyer zeigte einmal mehr eine ganz starke erste Runde und auch Laura Müller, die in dieser Woche zwei Tage lang mit Fieber flach gelegen hatte, hielt den Kontakt zur Spitze. Doch beim zweiten Wechsel ging viel Zeit verloren. Nadine Gonska übernahm den Staffelstab fast im Stand und fiel dann auch noch vom vierten auf den sechsten Rang zurück. Die junge Hannah Mergenthaler konnte schließlich nicht mehr nach vorne laufen und kam nach 3:27,45 Minuten ins Ziel. "Wenn man zum ersten Mal in einem solchen Finale läuft, will man auch nach den Sternen greifen - und wir hatten gehofft, dass sie vielleicht bronze leuchten", meinte Spelmeyer in der Sportschau. Die Zeit hätte schneller sein können, "aber wir haben uns auch so super verkauft".

Die Goldmedaille sicherten sich die US-Girls in 3:19,02 Minuten - sie verbesserten ihre eigene Weltjahresbestleistung aus dem Halbfinale um zweieinhalb Sekunden. Allyson Felix gewann ihre elfte WM-Goldmedaille und stieg damit zur erfolgreichsten Athletin bei Weltmeisterschaften auf. Der Vorsprung der USA auf Großbritannien (3:25,00) und Polen (3:25,41) war riesig.

DLV-Taktik geht nach hinten los

Der DLV hatte mit der Staffel-Aufstellung für Verwunderung gesorgt. Die im Vorlauf gut aufgelegte Svea Köhrbrück musste raus. Müller lief dieses Mal nicht als Vierte, sondern an Position zwei. 200-m-Spezialistin Gonska lief statt an der zweiten an der dritten Stelle, den wichtigen Posten der Schlussläuferin übernahm die "frische" Mergenthaler. "Ich war sehr nervös", sagte die 20-Jährige. Gonska berichtete: "Unser Trainer hat uns das heute so mitgeteilt. Ich war selbst überrascht, dass ich an einer anderen Stelle laufen sollte." Und die Verbands-Taktik ging nach hinten los: Hatte die Auswahl im Halbfinale noch mit 3:26,24 Minuten eine Saisonbestleistung aufgestellt, war die Zeit im Endlauf deutlich schlechter.

Trinidad und Tobago schlägt die USA

Ergebnisse

Leichtathletik, 4 x 400 m, Männer, Finale

Gold Flagge Trinidad und Tobago TRI Jarrin Solomon / Jereem Richards / Machel Cedenio / Lalonde Gordon
Silber Flagge USA USA Wilbert London III / Gil Roberts / Michael Cherry / Fred Kerley
Bronze Flagge Großbritannien GBR Matthew Hudson-Smith / Dwayne Cowan / Rabah Yousif / Martyn Rooney
4. Flagge Belgien BEL Robin Vanderbemden / Jonathan Borlée / Dylan Borlée / Kévin Borlée
5. Flagge Spanien ESP Oscar Husillos / Lucas Bua / Darwin Andrés Echeverry / Samuel Garcia

Bei den Männern sorgte Lalonde Gordon für eine große Überraschung. Der Schlussläufer der Staffel von Trinidad und Tobago zog im Schlusssprint auf und davon, ließ den US-Amerikaner Fred Kerley alt aussehen und lief als Erster über die Ziellinie. Mit 2:58,12 Minuten stellte das Quartett aus der Karibik eine Weltjahresbestleistung auf. Den USA reichten ihre Saisonbestleistung (2:58,61) nicht, sie blieben aber knapp vor den Briten, die ebenfalls so schnell liefen wie noch nie in diesem Jahr (2:59,00).

Lalonde Gordon (l.) und Jereem Richards von der 4x400-Meter-Staffel aus Trinidad und Tobago © Heikki Saukkomaa/Lehtikuva/dpa Fotograf: Heikki Saukkomaa

04:04 min | 13.08.2017 | Das Erste

4x400 m: Trinidad und Tobago düpiert die USA

Die 4x400-m-Staffel aus Trinidad und Tobago hat den favorisierten US-Sprintern in London die Show gestohlen und WM-Gold gewonnen. Bronze ging an das Quartett Großbritanniens.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Leichtathletik-WM 2017 London | 13.08.2017 | 21:45 Uhr

Stand: 13.08.17 22:30 Uhr