Marie-Laurence Jungfleisch © dpa - Bildfunk Fotograf: Bernd Thissen/dpa

01:47 min | 12.08.2017 | Das Erste

Hochsprung: Jungfleisch Vierte bei Lasitskene-Sieg

Maria Lasitskene hat sich bei der WM in London mit Gold dekoriert. Die Weltmeisterin übersprang 2,03 m. Marie-Laurence Jungfleisch landete auf dem vierten Rang.

Hochsprung

Vierte - Jungfleisch verpasst Medaille knapp

Marie-Laurence Jungfleisch hat bei der WM in London eine Medaille knapp verpasst. Die Stuttgarterin belegte beim erwarteten Sieg der Russin Maria Lasitskene den vierten Platz.

Ergebnisse

Leichtathletik, Hochsprung, Frauen, Finale

Gold Flagge Neutrales Team ANA Mariya Lasitskene
Silber Flagge Ukraine UKR Julia Lewtschenko
Bronze Flagge Polen POL Kamila Licwinko
4. Flagge Deutschland GER Marie-Laurence Jungfleisch
5. Flagge Großbritannien GBR Katarina Johnson-Thompson

Das Wichtigste vorneweg: Marie-Laurence Jungfleisch hat das beste Ergebnis ihrer Hochsprung-Karriere hingelegt. Bei der WM in London verpasste die Stuttgarterin als Vierte die erhoffte Medaille allerdings knapp. Nachdem die 26-Jährige zuvor bei vier Höhen ohne Fehlversuch geblieben war, riss sie bei 1,97 m dreimal, verpasste damit die Einstellung ihrer Saisonbestleistung und schied aus. Bis dahin hatte die deutsche Abonnementmeisterin (fünfmal in Folge) aussichtsreich im Rennen um die Medaillen gelegen, weil sich bis auf zwei weitere Springerinnen jede mindestens einen Fehlversuch geleistet hatte.

Der Zwei-Meter-Springerin, die im Vorfeld der WM Sehnenprobleme hatte, könnte ihre Statistik bei sportlichen Großereignissen Mut für die Zukunft machen, denn es ging stets bergauf. Bei der WM in Moskau 2013 war Jungfleisch noch 13., zwei Jahre später belegte sie in Peking schon Rang sechs - und jetzt ging es noch zwei Plätze weiter nach vorn. Die WM 2019 in Katar kann also kommen. Als bisher letzte deutsche Hochspringerin hat Ariane Friedrich 2009 in Berlin mit Bronze eine WM-Medaille gewonnen.

Lasitskene taktiert richtig und siegt erneut

Nach dem Aus von Jungfleisch standen in London Lasitskene (geborene Kutschina), Kamila Licwinko (Polen) und Julia Lewtschenko bereits als Medaillengewinner fest. Die Russin, die im Olympiastadion ob der Sperrung ihres Verbandes für die neutralen Athleten springt, war als Jahresbeste (2,06) die große Favoritin. Die Weltmeisterin von 2015 scheiterte zwar einmal bei 1,99 m, ließ die Höhe dann aber aus und nahm die 2,01 m und 2,03 m jeweils im ersten Versuch. Das bedeutete Gold. Silber ging an Lewtchenko mit 2,01 m vor Licwinko, nicht über 1,99 m hinauskam. Lasitskene ließ am Ende 2,08 m auflegen - was persönliche Bestleistung gewesen wäre. Aber das schaffte die 24-Jährige an diesem Abend dann doch nicht.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Leichtathletik-WM 2017 London | 12.08.2017 | 12:03 Uhr

Stand: 12.08.17 22:01 Uhr