Deutschlands Gesa Felicitas Krause nach dem Finale über 3000 m Hindernis © dpa - Bildfunk Fotograf: Bernd Thissen

14:18 min | 11.08.2017 | Das Erste

Drama um Krause im 3.000-m-Hindernis-Finale

Gesa Felicitas Krause hatte nach einem Sturz im WM-Finale über 3.000 m Hindernis keine Chance auf eine Medaille. Am Ende wurde sie nach großer Aufholjagd Neunte. Der Lauf und das Interview im Video.

3.000 m Hindernis

Krause nach Sturzpech auf Platz neun

Gesa Felicitas Krause hat in London ihren Coup von 2015 nicht wiederholen können. Die WM-Dritte von Peking wurde schon zu Beginn des Finales über 3.000 m Hindernis schuldlos in einen Sturz verwickelt und war deshalb ohne Medaillenchance.

Die Europameisterin kämpfte sich trotz des Malheurs tapfer ins Ziel und wurde Neunte. "Ich habe leider einen Schlag auf den Kopf bekommen und war auf dem ersten Kilometer ganz schön benommen", sagte die bitter enttäuschte 25-Jährige im Ersten: "Das ist jetzt schwer zu verkraften. Ich habe ein Jahr lang dafür trainiert, deshalb bin ich auch gerade den Tränen sehr nah. Aber das gehört auch zum Hindernislauf, und ich bin stolz auf mich, dass ich durchgelaufen bin."

Jede Chance frühzeitig dahin

Ergebnisse

Leichtathletik, 3000 m Hindernis, Frauen, Finale

Gold Flagge USA USA Emma Coburn
Silber Flagge USA USA Courtney Frerichs
Bronze Flagge Kenia KEN Hyvin Kiyeng Jepkemoi
4. Flagge Kenia KEN Beatrice Chepkoech
5. Flagge Bahrain BRN Ruth Jebet
9. Flagge Deutschland GER Gesa Felicitas Krause

Die völlig verwirrt wirkende Vorlaufschnellste Beatrice Chepkoech (Kenia), die schon in der zweiten Runde am Wassergraben vorbeigerannt war und wieder umdrehen musste, war an einem Hindernis gestolpert. Krause konnte nicht ausweichen, flog kopfüber zu Boden und wurde dann noch von den nachfolgenden Läuferinnen touchiert. Schon in der ersten Rennhälfte war damit jede Chance dahin, nach 9:23,87 Minuten erreichte die verzweifelt kämpfende deutsche Rekordhalterin das Ziel.

Ein Bluterguss am rechten Knie war das äußere Zeichen der Tortur. Dennoch war im Anschluss kein Wort des Vorwurfs von ihr zu hören - sie zeigte Größe in der Stunde einer ihrer größten sportlichen Enttäuschungen. Bei der WM vor zwei Jahren in Peking hatte Krause, die ihren Vorlauf im strömenden Londoner Regen mit einem starken Schlussspurt gewonnen hatte, unerwartet Bronze geholt.

Überraschungssieg für US-Amerikanerin Coburn

Gold gewann am Freitagabend (11.08.17) überraschend die US-Amerikanerin Emma Coburn in 9:02,58 Minuten vor ihrer Teamkollegin Courtney Frerichs in 9:03,77. Bronze sicherte sich die Titelverteidigerin und Olympia-Zweite Hyvin Kiyeng Jepkemoi aus Kenia (9:04,03). Chepkoech wurde Vierte.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Leichtathletik-WM 2017 London | 11.08.2017 | 20:15 Uhr

Stand: 11.08.17 22:36 Uhr