Mo Farah © imago/Bildbryan Fotograf: JOEL MARKLUND

03:14 min | 04.08.2017 | Das Erste

Mo Farah läuft zum WM-Hattrick

Der Brite Mo Farah hat den ersten Weltmeistertitel bei den Wettkämpfen in London gewonnen. Der Doppel-Olympiasieger von Rio siegte im 10.000-m-Finale vor Joshua Kiprui Cheptegei aus Uganda.

10.000 m

Farahs erster Streich - Gold über 10.000 m

Mohamed Farah heißt der erste Weltmeister der Welttitelkämpfe in London. Wie erwartet setzte sich der britische Lokalmatador am Freitag (04.08.17) über 10.000 m durch und feierte den zehnten Titel über die Langdistanzen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften in Folge. Eine solche Dominanz gab es noch nie.

Mo Farah sorgte am ersten Tag der Weltmeisterschaften im Queen Elizabeth Olympic Park Stadium in London für den emotionalen Höhepunkt. Der britische Nationalheld, der fünf Jahre zuvor bei den Olympischen Spielen mit seinen Siegen über 10.000 und 5.000 m die Arena zum Beben gebracht hatte, ließ auch dieses Mal 60.000 Zuschauer ausflippen. In einem extrem schnellen und packenden Rennen gewann der Nationalheld in Weltjahresbestzeit von 26:49,51 Minuten, musste sich dabei gegen seine afrikanischen Kontrahenten aber mächtig strecken. Joshua Kiprui Cheptegei aus Uganda (26:49,94) holte Silber, Paul Tanui aus Kenia (26:50,60) gewann Bronze. "Das ist so großartig, es macht mich so stolz. Es war eine lange Reise. Die Unterstützung hier war unglaublich", sagte Farah.

Zweiter Streich über 5.000 m?

Es war das letzte 10.000-m-Rennen auf der Bahn für den Briten. Nach diesen Titelkämpfen wird Farah auf die Straße wechseln und sich im Marathon versuchen. Zuvor möchte der viermalige Olympiasieger aber noch sein zweites WM-Gold in London holen, über die 5.000 m. Die Vorläufe stehen am Mittwoch (09.08.17, live im Ersten und im Livestream bei sportschau.de) an, das Finale steigt am vorletzten WM-Tag.

Farah trotzt allen Widrigkeiten

Die Art und Weise, wie Farah das 10.000-m-Finale von London gewann, nötigte Respekt ab. Die Afrika-Fraktion ging das Rennen wahnsinnig schnell an und verschärfte auch zwischendurch immer wieder das Tempo. Zweimal trat der große Favorit zudem auf die Laufbahnbegrenzung und kam ins Straucheln. Ebenso, als er mit Tanui aneinander geriet. Das alles schüttelte Farah allerdings ab, setzte sich 500 Meter vor dem Ziel an die Spitze und konnte einmal mehr auf seine Qualitäten im Schlussspurt vertrauen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Leichtathletik-WM 2017 London | 05.08.2017 | 20:15 Uhr

Stand: 04.08.17 23:06 Uhr