Muktar Edris und Mo Farah © dpa - Bildfunk Fotograf: Rainer Jensen/dpa

01:48 min | 12.08.2017 | Das Erste

5.000 m: Farah kann Edris nicht halten

Favorit Mo Farah hat bei der WM in London über 5.000 m "nur" die Silbermedaille gewonnen. Er kam hinter dem Äthiopier Muktar Edris und vor dem US-Amerikaner Paul Kipkemoi Chelimo ins Ziel.

5.000 m

"Nur" Silber in Mo Farahs letztem Bahn-Rennen

Mohamed Farah hat die Zuschauer auch im 5.000-m-Finale in London von den Sitzen gerissen: Nach einem packenden letzten Kilometer gewann der Brite dieses Mal aber nur Silber. Gold ging an Muktar Edris aus Äthiopien.

Geplant hatte Mohamed Farah diesen Samstagabend (12.08.17) anders: Seiner imponierenden Sammlung wollte er in seinem letzten großen Rennen auf der Bahn die siebte WM-Goldmedaille hinzufügen. Die Weltmeisterschadten in London hatten am Freitag vor einer Woche (04.08.17) mit Farahs Spurtsieg über 10.000 m begonnen. Acht Tage später verpasste der 34-Jährige über 5.000 m die Krönung, er musste den Sieg dem Weltjahresschnellsten Muktar Edris aus Äthiopien überlassen, der im Zielspurt besser war. "Ich habe alles gegeben. Ich hatte am Ende nichts mehr zuzusetzen", sagte der Brite einige Minuten nach dem Lauf an die Zuschauer im Olympiastadion gewandt, die ihn frenetisch feierten. Zuvor aber war er enttäuscht auf der Laufbahn zu Boden gegangen, nachdem Weltmeister Edris Farah kopiert und die Hände jubelnd zum "Mobot" über dem Kopf zusammengeführt hatte.

Farah verpasste durch diesen zweiten Platz die Krönung seiner Karriere: Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau und 2015 in Peking sowie bei den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio hatte Farah jeweils Gold über die 5.000 und 10.000 m eingesammelt. Das fünfte "Double" in Folge blieb ein Traum. Farah wird nun auf die Straße wechseln und sich im Marathon versuchen.

Farah kann sich nicht absetzen

Muktar Edris (l.) und Mo Farah © dpa - Bildfunk Fotograf: Bernd Thissen/dpa

Muktar Edris (l.) entthronte Mo Farah, der seit 2011 auf dieser Strecke immer Weltmeister war.

Die Konkurrenz im 5.000-m-WM-Finale ließ Farah und dessen britischen Teamkollegen Andrew Butchart nach dem Start zunächst immer wieder das Tempo an der Spitze bestimmen, nach gut der Hälfte des Rennens belauerten sich die Konkurrenten dann. Besonders hoch war die Geschwindigkeit bis dahin nicht gewesen. Der Ausreißversuch des Australiers Patrick Tiernan verlief erfolglos. Gut eineinhalb Runden vor Schluss verschärfte Farah das Tempo und schloss die Lücke.

Doch der Plan, sich dann von allen Verfolgern abzusetzen, misslang. Edris, dessen Teamkollege Yomif Kejelcha und der US-Amerikaner Paul Kipkemoi Chelimo liefen vorneweg auf die Zielgerade - Farah drohte zwischenzeitlich, komplett leer auszugehen. Auf den letzten Metern schob sich der Brite auf der Innenbahn zwar noch weiter nach vorne, doch hinter Edris (13.32,79 Min.) blieb "nur" Platz zwei (13:33,22). Bronze sicherte sich Chelimo (13:33,30). Der EM-Dritte Richard Ringer (Friedrichshafen), 2015 in Peking noch im Finale, war im Vorlauf ausgeschieden.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Leichtathletik-WM 2017 London | 11.08.2017 | 20:15 Uhr

Stand: 12.08.17 21:50 Uhr