Pamela Dutkiewicz © dpa - Bildfunk Fotograf: Bernd Thissen/dpa

03:06 min | 12.08.2017 | Das Erste

100 m Hürden: Dutkiewicz fliegt zu Bronze

Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz hat bei der WM in London Bronze gewonnen. Gold holte die Australierin Sally Pearson, Silber ging an US-Läuferin Dawn Harper-Nelson.

100 m Hürden

"Wahnsinn" - Dutkiewicz sprintet zu Bronze

Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz hat ihre überragende Saison mit WM-Bronze gekrönt. "Ich kann es gar nicht glauben", freute sich die Wattenscheiderin unter Tränen. Es siegte die Australierin Sally Pearson.

Sekundenlang bangte sie nach dem Zieleinlauf, dann hatte Pamela Dutkiewicz Gewissheit, schlug ungläubig die Hände vors Gesicht und vergoss Freudentränen: Die 25-Jährige musste sich bei ihrer WM-Premiere im Finale über 100 m Hürden mit 12,72 Sekunden nur Sally Pearson (12,59) und Peking-Olympiasiegerin Dawn Harper-Nelson (12,63/USA) geschlagen geben. Weltrekordlerin Kendra Harrison (USA) ging als Vierte erneut leer aus.

Ergebnisse

Leichtathletik, 100 m Hürden, Frauen, Finale

Gold Flagge Australien AUS Sally Pearson
Silber Flagge USA USA Dawn Harper-Nelson
Bronze Flagge Deutschland GER Pamela Dutkiewicz
4. Flagge USA USA Kendra Harrison
5. Flagge USA USA Christina Manning

"Ich habe wirklich nicht von einer Medaille geträumt. Ich war schon glücklich, hier im Finale zu sein. Als ich das dann auf der Anzeigetafel gesehen habe, das war der Wahnsinn", jubelte Dutkiewicz im ZDF. Die deutsche Meisterin gewann damit die zweite Medaille für das deutsche Team bei den Titelkämpfen an der Themse. "Ich war in einem Flow. Es ist mir zwar ein kleiner Fehler passiert, aber es hat gereicht", sagte sie.

"Endlich bin ich selbstbewusst"

Richtig Fahrt aufgenommen hat die Karriere von Dutkiewicz mit Bestzeiten, Siegen und Medaillen erst in diesem Jahr - gekrönt nun von WM-Bronze. Einst hatte sie mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, die sie dank einer konsequenten Ernährungsumstellung in den Griff bekam. Gemeinsam mit Mark Warnecke, Weltmeister im Brustschwimmen, Mediziner und Ernährungscoach, drehte Dutkiewicz alles auf links - und hatte endlich Erfolg. "Mittlerweile sind zehn Kilogramm runter. Ich habe nie gedacht, dass man bei mir mal Bauchmuskeln sehen würde. Endlich bin ich selbstbewusst, wenn ich auf der Bahn stehe", berichtete Europas schnellste Hürdensprinterin. Bei der Hallen-EM im März schrieb sie mit Rang drei das erste Kapitel ihrer Erfolgsstory. Es folgten erste Plätze bei der Team-EM und dem Diamond-League-Meeting in Oslo.

Pearson nach Leidenszeit wieder Weltmeisterin

Auch Pearsons Jubel kannte keine Grenzen: Die Australierin hatte vor fünf Jahren in London Olympia-Gold gewonnen und feierte nach zwei Jahren voller Verletzungen in London ihren zweiten WM-Titel nach 2011.

Ricarda Lobe (Mannheim) war im Halbfinale ausgeschieden, für Nadine Hildebrand (Sindelfingen) war bereits im Vorlauf Endstation. Europameisterin Cindy Roleder war verletzungsbedingt nicht am Start, die Leipzigerin hatte 2015 in Peking sensationell Silber gewonnen.

Dawn Harper Nelson aus den USA, Pamela Dutkiewicz aus Deutschland und Sally Pearson aus Australien (v.l.) © dpa - Bildfunk Fotograf: David J. Phillip/AP/dpa

03:22 min | 13.08.2017 | Das Erste | Autor/in: Kaulbars, Sven

Dutkiewicz: "You are my idol"

Pamela Dutkiewicz verbindet mit der WM in London nicht nur ihre Bronzemedaille. Besonders emotional schildert sie die Begegnung mit Hürden-Weltmeisterin Sally Pearson.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Leichtathletik-WM 2017 London | 12.08.2017 | 20:15 Uhr

Stand: 12.08.17 21:09 Uhr