Tesfaye im Finale - als erster Deutscher seit 1997

1.500 m

Tesfaye im Finale - als erster Deutscher seit 1997

Homiyu Tesfaye © dpa - Bildfunk Fotograf: Michael Kappeler

Homiyu Tesfaye überraschte bei seinem WM-Debüt mit dem Einzug ins Finale.

Im WM-Finale über 1.500 Meter ist überraschend auch ein deutscher Läufer vertreten. Homiyu Tesfaye lief gleich bei seinem WM-Debüt unter die besten Zwölf. Carsten Schlangen schied aus.

Überraschung auf der Mittelstrecke: Im 1.500-m-Finale am Sonntag (18.08.13/15.25 Uhr MESZ live im Ersten und hier bei sportschau.de/moskau) ist auch ein deutscher Läufer vertreten. WM-Debütant Homiyu Tesfaye lief am Freitag (16.08.13) im Halbfinale 3:36,51 Minuten und war damit unter den schnellsten Zwölf. Der erst Ende Juni eingebürgerte Frankfurter, der äthiopische Wurzeln hat, brachte sich beim Einbiegen auf die Zielgerade in eine glänzende Position, wurde Sechster und kam über die Zeitregel weiter. Auf die Frage, was er sich fürs Finale vornehme, sagte der 20-Jährige am ARD-Mikrofon trocken: "Eine Medaille." Darüber musste er dann aber selbst herzlich lachen.

Stenzel wurde 1997 Zehnter

Tesfaye steht als erste Deutscher seit Rüdiger Stenzel 1997 im WM-Finale über 1.500 Meter. Stenzel wurde vor 16 Jahren in Athen Zehnter. Für den deutschen Meister Carsten Schlangen war dagegen im Halbfinale Endstation. Der Berliner wurde in 3:44,44 Minuten nur Zehnter. "Das Rennen hat sich sehr, sehr langsam entwickelt, und es war klar, dass es einen harten Endspurt geben würde", sagte Schlangen im Ersten. "Ich hatte auch eine bescheidene Position", gab der 32-Jährige zu, dass er taktisch nicht die beste Vorstellung geboten hatte. In den vergangenen Tagen litt er zudem unter Magen-Darm-Problemen.

Schlangen trotz Bummel-Tempo ohne Chance

Schlangen arbeitete sich im ersten Halbfinale vom hinteren Drittel des Feldes zunächst auf Platz fünf nach vorn. Obwohl in Titelverteidiger Asbel Kiprop aus Kenia zugleich der Weltjahresbeste in diesem Rennen dabei war, bummelte das Feld bis 400 Meter vor dem Ziel. Als das Tempo dann unbarmherzig anzog, konnte Schlangen nicht mehr mithalten. Am Ende hatte er keine Chance, einen der fünf ersten Final-Plätze zu ergattern. Kiprop gewann das Halbfinale in der schwachen Zeit von 3:43,30 Minuten.

Stand: 16.08.13 17:30 Uhr