Rico Freimuth (v.l.n.r.), Ashton Eaton und Damian Warner. © dpa bildfunk Fotograf: Franck Robichon

Zehnkampf

Eaton mit Weltrekord zu Gold, Freimuth rettet Bronze

Ashton Eaton ist der "König der Athleten". Der US-Amerikaner gewann in Peking WM-Gold im Zehnkampf und verbesserte seinen Weltrekord auf 9.045 Punkte. Silber ging an den Kanadier Damian Warner (8.695). Rico Freimuth (8.561/PB) holte mit Bronze die siebte DLV-Medaille in Peking. Kai Kazmirek (8.448) kam auf den sechsten Rang. Michael Schrader, vor zwei Jahren in Moskau noch Vize-Weltmeister, belegte mit 8.418 Punkten Platz sieben.

Der alte ist auch der neue "König der Athleten": Ashton Eaton hat zwei Jahre nach seinem Triumph von Moskau auch in Peking Gold im Zehnkampf gewonnen. Und wie! Der US-Amerikaner verbesserte seinen Weltrekord um sechs Punkte auf 9.045 Zähler und kassiert dafür eine Sonderprämie von 100.000 Dollar. Hinter dem Kanadier Damian Warner (8.695) holte sich Rico Freimuth mit persönlicher Bestleistung von 8.561 Punkten die Bronzemedaille. Ein Happy End für den Hallenser, der einen wechselhaften Zehnkampf gezeigt hatte, aber alle Angriffe der Verfolger abwehrte. "Ich bin einfach nur mega happy. Damit habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt", sagte er.

Eaton sprintet in die Geschichtsbücher und lobt DLV-Trio

Die 1.500 Meter waren ein würdiger Abschluss für diesen historischen Wettkampf. Eaton musste 4:18,25 Minuten laufen, um den Weltrekord zu verbessern. Und der US-Amerikaner ließ sich diese Chance nicht nehmen. Nach 4:17,52 Sekunden und einem beeindruckenden Schlussspurt überquerte Eaton die Ziellinie. Minuten später kämpfte der "König der Athleten" immer noch mit seinen wackligen Knien. Der Weltmeister fand danach lobende Worte für seine deutschen Mitstreiter: "Sie haben einen unglaublichen Spirit. Ich lerne von ihnen."

Freimuth mit letzter Kraft aufs Treppchen

Ganz hinten im Feld spielte sich derweil beinahe ein deutsches Drama ab. Freimuths Kraftreserven waren offensichtlich aufgebraucht. Der Drittplatzierte hing weit zurück, und der viertplatzierte Ilja Schkurenew war weit enteilt. 16 Sekunden durfte Freimuth auf den Russen verlieren. Als er sich ins Ziel warf, waren es nur zwölf Sekunden Rückstand auf Schkurenew. Nach diesem Herzschlag-Finale um Bronze hatte Freimuth doch noch Luft - für einen Urschrei.

Schrader: "Habe es nicht auf den Punkt gebracht"

Michael Schrader musste nach seinem siebten Platz konstatieren: "Ich habe es hier einfach nicht auf den Punkt gekriegt. Ich weiß nicht warum." Kai Kazmirek war einfach nur glücklich mit seinem sechsten Rang: "Ich bin absolut happy, dass ich noch so eine tolle Platzierung machen durfte."

Trey Hardee gibt verletzt auf

Für den zweimaligen Weltmeister Trey Hardee war der WM-Wettkampf in Peking schon nach drei Disziplinen beendet gewesen: Der Weltjahresbeste aus den USA stieg nach einer im Weitsprung erlittenen Rückenverletzung schon vor dem Hochsprung aus. "Ich bin am Boden zerstört, dass ich den Wettkampf aufgeben musste", sagte der Amerikaner. "Ich habe alles versucht um durchzukommen, aber es sollte nicht sein." Auch Eelco Sintnicolaas aus den Niederlanden, der WM-Fünfte von Moskau, musste den Wettkampf verletzt vorzeitig beenden.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 29.08.2015, 10.50 Uhr

Stand: 29.08.15 15:05 Uhr