Lilija Schobuchowa aus Russland  Fotograf: Felipe Trueba

Doping

WADA reduziert Doping-Sperre für Schobuchowa

Die Anfang 2014 des Dopings überführte und ursprünglich bis März 2016 gesperrte Russin Lilija Schobuchowa darf ab sofort wieder starten. Die WADA reduzierte die Sperre der Weltklasse-Marathonläuferin wegen "substanzieller Mithilfe" um sieben Monate.

Lilija Schobuchowa darf ab sofort wieder starten. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA reduzierte die Doping-Sperre gegen die 37 Jahre alte russische Weltklasse-Marathonläuferin wegen "substanzieller Mithilfe" um sieben Monate. Das teilte die WADA am Montag mit. Schobuchowas Bann war erst Anfang August um 14 Monate auf insgesamt drei Jahre und zwei Monate verlängert worden und hätte bis März 2016 gegolten. Zuvor waren ihr bereits rückwirkend alle Ergebnisse seit dem 9. Oktober 2009 aberkannt worden, darunter drei Siege beim Chicago-Marathon sowie ein Triumph beim London-Marathon. Nach Angaben der WADA habe Schobuchowa ihre Dopingverfehlungen zugegeben und zudem "wertvolle Hilfe bei der Aufdeckung und Untersuchung weiterer Dopingvergehen" geliefert.

450.000 Euro Schmiergeld für Start in London gezahlt

Unregelmäßigkeiten in Schobuchowas Blutpass hatten Anfang 2014 zu einer Zwei-Jahres-Sperre rückwirkend zum 23. Januar 2013 durch den russischen Verband geführt. Ende desselben Jahres tauchte die Athletin dann als eine der Hauptfiguren in der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht" auf. Darin erklärte Schobuchowa, sich gegen Zahlung von 450.000 Euro ihren Start bei den Olympischen Spielen in London erkauft zu haben, da dem russischen Verband ihre verdächtigen Blutwerte bereits 2012 bekannt waren. Auch wegen dieser Aussage hatte der damalige Schatzmeister des Weltverbandes IAAF, Walentin Balachnitschew, seine Ämter ruhen lassen müssen. Wenig später war er auch als russischer Verbandspräsident zurückgetreten.

Stand: 24.08.15 18:12 Uhr