Die jamaikanische Sprinterin Shelly-Ann Fraser-Pryce © dpa - Bildfunk Fotograf: Srdjan Suki

100 m

"Pocket Rocket" nicht zu schlagen

Shelly-Ann Fraser-Pryce ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und hat am Montag (24.8.15) WM-Gold über 100 Meter gewonnen. Für die Jamaikanerin war es der sechste WM-Titel ihrer Karriere. Dafne Schippers aus den Niederlanden holte Silber, Bronze ging an Tori Bowie aus den USA.

"Pocket Rocket", wie die 1,52 Meter kleine Shelly-Ann Fraser-Pryce genannt wird, ist das Nonplusultra im Frauen-Sprint. Die Jamaikanerin kürte sich am Montag (24.8.15) in Peking zur Weltmeisterin über 100 Meter. In 10,76 Sekunden setzte sich die Olympiasiegerin durch und feierte ihren sechsten WM-Titel. Zudem ist sie die erste Frau, die zum dritten Mal WM-Gold über 100 Meter gewonnen hat. Dafne Schippers aus den Niederlanden, die sich in den Vorläufen und Halbfinals bereits als größte Widersacherin von Fraser-Pryce präsentiert hatte, holte in starken 10,81 Sekunden die Silbermedaille. Ein weiterer Landesrekord für die ehemalige Siebenkämpferin, die die nationale Bestmarke schon im Semifinale auf 10,83 Sekunden verbessert hatte. Die US-Amerikanerin Tori Bowie lief in 10,86 Sekunden auf den Bronze-Rang.

Haase scheitert knapp

Die drei deutschen Sprinterinnen hatten bereits am Sonntag (23.8.15) in den Vorläufen die Segel streichen müssen. Am knappsten scheiterte Rebekka Haase. Die U23-Europameisterin war in 11,29 Sekunden zeitgleich mit zwei anderen Sprinterinnen, die eine Runde weiterkamen, doch weil die Sächsin in ihrem Vorlauf nur Fünfte geworden war, hatte sie das Nachsehen gegenüber den jeweils Viertplatzierten. "Ich war in der Nähe meiner Bestleistung, das ist okay, obwohl ich gehofft hatte, ein bisschen schneller zu sein", sagte Haase im Ersten.

Sailer setzt auf die Staffel

Die erst 18 Jahre alte WM-Debütantin Gina Lückenkemper verschlief wie gehabt ihren Start, schlug sich in 11,34 Sekunden aber ordentlich. Enttäuschend waren die 11,41 Sekunden von Verena Sailer: "Das war heute nicht so mein Lauf. Mit der Zeit kann ich nicht zufrieden sein. Schade, dass das hier passiert", sagte die Europameisterin von 2010. "Jetzt kann ich mich voll und ganz auf die Staffel konzentrieren. Ich bin überzeugt davon, dass wir dort trotzdem gut laufen können."

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 29.08.2015, 10.50 Uhr

Stand: 24.08.15 17:20 Uhr