Hürdensprinterin Cindy Roleder jubelt nach ihrem EM-Sieg in Amsterdam.

Cindy Roleder im Porträt

Sportart: Leichtathletik
Disziplin: 100 m Hürden
Land: Deutschland


geb. am: 21.08.1989 in Chemnitz
Verein: SC DHfK Leipzig


Persönliche Bestleistung:
12,59 Sek. (2015)
Größte Erfolge:

Weltmeisterschaften:
Silber 2015

Europameisterschaften:
Gold 2016
Bronze 2014
7. Platz 2012

Deutsche Meisterschaften:
Gold 2016
Gold 2015
Bronze 2015 (200 m)
Silber 2014
Silber 2012
Gold 2011
Silber 2010

Hallen-DM:
Gold 2016
Gold 2015
Gold 2012
Silber 2011

U23-EM:
Bronze 2011

Cindy Roleder sprintete im vergangenen Jahr bei der WM in Peking in die Geschichtsbücher, als sie sensationell Silber holte. Erstmals seit 28 Jahren schaffte damit wieder eine deutsche Hürdensprinterin den Sprung aufs WM-Podest. In diesem Jahr ließ sie den EM-Titel folgen.

Geräteturnen und Fußball waren die ersten sportlichen Leidenschaften der gebürtigen Chemnitzerin. Beim Schulwettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" landete die Drittklässlerin dann im Hoch- und Weitsprung jeweils auf dem zweiten Platz - und wurde von ihrem ersten Trainer Dietmar Großer entdeckt. Zunächst spielte sie parallel noch Fußball, entschied sich dann aber ganz für die Leichtathletik.

Wechsel zum Siebenkampf der "Jackpot"

Vielseitig ist die 26-Jährige auch heute noch: Roleder ist stark im Hürdensprint, schloss sich vor zweieinhalb Jahren aber der Gruppe von Siebenkampf-Bundestrainer Wolfgang Kühne an. "Für mich war es die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, zu Herrn Kühne zu gehen. Ich kann das gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich ihm bin", sagte Roleder, die inzwischen auch eine ausgezeichnete Siebenkämpferin ist. Es war ein riskanter Schritt, doch er zahlte sich aus. "Ich bin immer im Halbfinale rausgeflogen, ich wollte das nicht mehr. Das war ein Hopp-oder-Top-Spiel. Es hat geklappt, hätte aber auch schiefgehen können. Für mich war es der Jackpot", schilderte sie.

Sensations-Silber in Peking

Cindy Roleder (2.v.l.) im Halbfinale über 100 m Hürden. © dpa Fotograf: Michael Kappeler

Schnell unterwegs: Cindy Roleder (2.v.l.).

2014 steigerte sich die Polizeimeisterin auf 12,80 Sekunden, bei der EM in Zürich feierte sie schließlich den bis dahin größten Erfolg ihrer Karriere: In 12,82 Sekunden holte sie überraschend Bronze.

Den ganz großen Coup landete die 26-Jährige im vergangenen Jahr in Peking: Schon im Halbfinale stellte sie in 12,79 Sekunden eine persönliche Bestleistung auf, im Finale legte sie dann noch einmal zu: In 12,59 Sekunden sprintete die Sächsin zu Silber und schrammte nur um zwei Hundertstelsekunden am Titel vorbei. Im ZDF sprach sie vom "Rennen meines Lebens". Ziel der deutschen Meisterin in Rio: das Finale. Die Voraussetzungen dafür sind glänzend. In diesem Jahr holte sie bei der Hallen-DM, der Freiluft-DM sowie schließlich in starken 12,62 Sekunden bei der EM in Amsterdam Gold. "Ich freue mich riesig und bin gut gerüstet für Rio", jubelte Roleder nach ihrem Triumph bei den kontinentalen Titelkämpfen.

Stand: 08.07.16 12:51 Uhr