Christina Schwanitz © dpa-Bildfunk Foto: Michael Kappeler/dpa

07:12 min | 03.10.2019 | Das Erste

Schwanitz feiert: WM-Bronze im Kugelstoßen

Christina Schwanitz hat bei der Leichtathletik-WM in Doha Bronze im Kugelstoßen gewonnen und damit die zweite Medaille für Deutschland geholt. Anschließend zeigte sie ganz viele Emotionen.

Kugelstoßen

Schwanitz auf Wolke sieben: Bronze wie Gold

Kugelstoßerin Christina Schwanitz hat bei der Leichtathletik-WM Bronze gewonnen und sich nach ihrem nächsten großen Erfolg überglücklich und gerührt gezeigt. Die Chinesin Gong Lijiao verteidigte ihren Titel erfolgreich.

Als sie sich ihren großen Traum erfüllt hatte, schnappte sich Christina Schwanitz freudestrahlend die schwarz-rot-goldene Fahne, posierte mit feuchten Augen für die Fotografen und wurde dann im ARD-Interview von ihren Gefühlen überwältigt. Wieder WM-Edelmetall - nach Gold 2015 und Silber zwei Jahre zuvor komplettierte die 33-Jährige in Doha bei der ersten WM nach ihrer Babypause ihren Medaillensatz. "Dieses Bronze ist mein ganz persönliches Gold. Ich möchte allen Danke sagen, die uns unterstützt haben", jubelte die Mutter von Zwillingen unter Freudentränen. "Es ist supergeil, dass sie nicht gesagt haben, jetzt ist sie Mama, jetzt ist sie abgeschrieben." Für das deutsche Team war es die zweite Medaille in Doha.

Titelverteidigerin Gong Lijiao siegt erneut

Schwanitz musste sich mit 19,17 m nur Titelverteidigerin Gong Lijiao (China/19,55) und der Jamaikanerin Danniel Thomas-Dodd (19,47) geschlagen geben. Die Vize-Europameisterin schob sich im zweiten Versuch eines spannenden Wettkampfs mit 18,87 m auf den Bronzerang vor, verlor ihn in Runde vier an die US-Amerikanerin Maggie Ewen und holte ihn dann nervenstark mit dem vorletzten und weitesten Stoß zurück.

Christina Schwanitz mit Bronze-Medaille © dpa-Bildfunk Foto: Michael Kappeler/dpa

02:25 min | 04.10.2019 | Das Erste

Schwanitz: "Diese Bronzemedaille ist mein persönliches Gold"

Kugelstoßerin Christina Schwanitz hat als zweifache Mutter die Bronzemedaille gewonnen. Sie sei dankbar und froh, dass ihr Umfeld nicht gesagt habe: "Jetzt ist sie Mama, jetzt ist sie abgeschrieben."

"Auch mit Kindern in der Weltspitze"

"Daran sollen sich auch viele andere Mütter ein Beispiel nehmen, die sagen, weil ich ein Kind habe, kann ich nicht arbeiten, eine Führungsposition übernehmen. Das ist Blödsinn", hatte Schwanitz, die die Titelkämpfe in London vor zwei Jahren wegen ihrer Babypause verpasst hatte, nach der Qualifikation gesagt: "Ich möchte zeigen, dass man auch mit Kindern in der Weltspitze sein kann." Erst im vergangenen Jahr gab sie ihr Comeback, gekrönt von der Silbermedaille bei der Heim-EM.

Trainer Lang: "Sie ist eine Powerfrau"

Nach einer langwierigen Verletzung, die sie aus der Winterpause bis ins Frühjahr mitgeschleppt hatte, war die 33-Jährige als Nummer fünf der Weltjahresbestenliste in Doha angereist. "Ich bin überglücklich. Jetzt hat sie den kompletten Medaillensatz. Nach der Saison ist das aller Ehren wert", sagte ihr Trainer Sven Lang: "Sie hat gezeigt, dass sie wieder da ist. Sie ist eine Powerfrau, sie macht einen Superjob."

Hintergrund

"Super-Mamas": Erfolgreiche Mütter im Weltsport

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Leichtathletik-WM 2019 in Doha | 03.10.2019 | 15:40 Uhr

Stand: 03.10.19 23:37 Uhr