02:41 min | 01.10.2019 | Das Erste

Hochsprung: Frühes Aus für Europameister Przybylko

Hochspringer Mateusz Przybylko ist bei der Leichtathletik-WM in Doha überraschend schon in der Qualifikation gescheitert. Der Europameister kam nie richtig in den Wettkampf und nicht über 2,22 m.

Hochsprung

Hochspringer Przybylko scheitert in der Qualifikation

Der Hochsprung-Wettbewerb der Männer hat mit einer Enttäuschung für die deutsche Mannschaft begonnen. Europameister Mateusz Przybylko scheiterte in der Qualifikation an 2,22 m.

Reine Kopfsache: Mateusz Przybylko war noch gar nicht richtig drin im Wettkampf, da war er für ihn auch schon wieder zu Ende. Der Leverkusener war mit einer Saisonbestleistung von 2,30 in Doha angereist, aufgestellt beim ISTAF in Berlin. Allerdings war er bis dahin mit seiner Saison überhaupt nicht zufrieden gewesen. Und das spiegelte sich auch beim WM-Wettkampf am Dienstag (01.10.2019). Bereits bei der Anfangshöhe von 2,17 m brauchte der Europameister von Berlin drei Versuche. Als die Latte fünf Zentimeter höher gelegt wurde, verriet schon seine Körpersprache, dass er die Höhe an diesem Tag nicht bewältigen würde. Dreimal riss er klar, nach seinem dritten Versuch kniete er auf der Matte und begrub nach einem ungläubigen Blick sein Gesicht in den Händen. Die aufmunternden Gesten seiner Konkurrenten waren kein Trost.

"Es lag am Kopf, nicht am Körper"

"Ich kann keine Worte finden, was da gerade passiert ist, was los war in meinem Kopf", sagte Przybylko im ARD-Interview. "Es lag nicht am Körper, sondern am Kopf." Er habe gedacht, dass nach den Schwierigkeiten der Saison mit den 2,30 m von Berlin endlich der Knoten geplatzt sei. Er sei fit gewesen, es habe aber nicht funktioniert. Mit seinem Mentaltrainer will er den verkorksten Wettkampf, in dem er 18 Zentimeter unter seiner persönlichen Bestmarke (2,35) blieb, nun aufbereiten. "Ich hake das ab, so etwas passiert im Sport", sagte er. "Dafür greife ich nächstes Jahr voll an."

Auch Bondarenko muss passen

Immerhin hatte Przybylko prominente Gesellschaft. Bohdan Bondarenko, Weltmeister von 2013 aus der Ukraine, unternahm nur einen erfolglosen Versuch, 2,17 zu überqueren, dann hisste er die weiße Fahne. Nach einer von Verletzungen geplagten Saison verzichtete er auf eine Fortsetzung seines Wettkampfs.

Barshim ohne Fehlversuch

Keine Probleme hatte Loklamatador Mutaz Essa Barshim. Der Titelverteidiger aus Katar überquerte 2,29 m ohne Fehlversuch. Weil nur neun weitere Springer diese Höhe schafften, zogen Luis Castro Rivera aus Puerto Rico und der Jahresbeste Maxim Nedasekau aus Weißrussland mit überquerten 2,26 m ebenfalls in das Finale am Freitag (04.10.2019) ein.

02:04 min | 01.10.2019 | Das Erste

Ratloser Przybylko: "Am Körper lag es nicht"

Der Europameister war fassungslos. Hochspringer Mateusz Przybylko rätselte nach seinem frühen Aus bei der Leichtathletik-WM in Doha über die Gründe - und versprach, 2020 wieder voll anzugreifen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Leichtathletik-WM 2019 in Doha | 01.10.2019 | 16:10 Uhr

Stand: 01.10.19 17:38 Uhr