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Hintergrund

Regelkunde: Stichkampf im Stabhochsprung

Haben in einem Stabhochsprungwettbewerb die führenden Springer dieselbe letzte Höhe im selben Versuch mit derselben Anzahl von Fehlversuchen absolviert, entscheidet ein Stichkampf. Dies gilt nur für den ersten Platz. Alle Positionen dahinter werden bei Gleichstand auf den gleichen Platz gesetzt. So funktioniert das Stechen um den Sieg:

Internationale Wettkampfregeln 2018/2019, Regel 181.9

a) Die betroffenen Wettkämpfer müssen über jede Höhe springen, bis eine Entscheidung gefallen ist oder bis sich alle betroffenen Wettkämpfer entscheiden, nicht mehr weiter zu springen.

b) Jeder Wettkämpfer hat einen Versuch über jede Höhe.

c) Der Stichkampf beginnt mit der nächsten Höhe, die, in Übereinstimmung mit Regel 181.1*, nach der zuletzt von den betroffenen Wettkämpfern übersprungenen Höhe festgelegt ist.

d) Ist danach keine Entscheidung gefallen, muss die Sprunglatte beim Hochsprung um 2 cm, beim Stabhochsprung um 5 cm höher gelegt werden, wenn mehr als ein Wettkämpfer erfolgreich war, oder entsprechend niedriger, wenn alle einen Fehlversuch hatten.

e) Springt ein Wettkämpfer bei einer Höhe nicht, verwirkt er automatisch jeden Anspruch auf den besseren Platz. Bleibt danach nur noch ein Wettkämpfer übrig, ist dieser zum Sieger zu erklären, ungeachtet, ob er diese Höhe versucht hat.

* Regel 181.1: Vor Beginn des Wettkampfes gibt der Schiedsrichter oder Obmann des Kampfgerichts den Wettkämpfern die Anfangshöhe und die weiteren Sprunghöhen bekannt, auf die die Sprunglatte nach Beendigung eines Durchgangs höher gelegt wird, bis nur noch ein als Gewinner feststehender Wettkämpfer im Wettkampf verblieben ist oder ein Gleichstand auf dem ersten Platz besteht.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Leichtathletik-WM 2019 in Doha | 01.10.2019 | 16:10 Uhr

Stand: 01.10.19 11:33 Uhr