06:50 min | 01.10.2019 | Das Erste

Speerwurf: Hussong wird Medaille noch entrissen

Christin Hussong ist bei der Leichtathletik-WM in Doha eine Speerwurf-Medaille entglitten. Im dramatischen Finale schnappte sich die Australierin Kelsey-Lee Barber Gold vor den Chinesinnen Liu und Lyu.

Speerwurf

Speerwurf - Hussong verpasst knapp eine Medaille

Speerwerferin Christin Hussong hat bei der Leichtathletik-WM in Doha eine Medaille knapp verpasst. Kelsey-Lee Barber aus Australien holte Gold, Liu Shiying und Lyu Huihui aus China folgten auf den weiteren Medaillenrängen.

Christin Hussong hockte recht fassungslos auf der Bank und sah die sicher geglaubte Medaille aus ihren Händen gleiten. Statt Gold, Silber oder Bronze gab es für sie nur Blech. Weil die Australierin Kelsey-Lee Barber im letzten Durchgang fast aus dem Nichts den Goldwurf auspackte, schlich Hussong als Vierte aus dem Innenraum des Khalifa International Stadiums, statt auf die Ehrenrunde zu gehen.

Im letzten Durchgang gelang Barber mit 66,56 Metern der entscheidende Wurf zu Gold. Sie hatte zuvor mit 62,95 an der Spitze zunächst keine Rolle gespielt. Im sechsten Durchgang war sie aber die letzte Werferin, die die bis dahin auf Platz drei liegende deutsche Athletin Christin Hussong noch von einem Medaillenrang verdrängen konnte - und tat genau das.

Hussong: "Ich kann mir nichts vorwerfen"

"Ich habe mein Bestes gegeben, ich kann mir nichts vorwerfen", sagte Hussong in der ARD. "Es ist mein bestes Ergebnis bisher. Ich hab noch einige Weltmeisterschaften vor mir und eine Medaille werde ich mir noch holen."

Ergebnisse

Leichtathletik, Speerwurf, Frauen, Finale

Gold Flagge Australien AUS Kelsey-Lee Barber
Silber Flagge Volksrepublik China CHN Shiying Liu
Bronze Flagge Volksrepublik China CHN Huihui Lyu
4. Flagge Deutschland GER Christin Hussong
5. Flagge USA USA Kara Winger

Zunächst Dreikampf zwischen Hussong, Liu und Lyu

Zuvor wirkte das Finale wie ein Dreikampf zwischen Hussong sowie den beiden Chinesinnen Liu Shiying und Lyu Huihui. Liu warf den Speer im fünften Durchgang 65,88 Meter weit und löste damit ihre Landsfrau Lyu an der Spitze ab. Diese konnte mit 65,49 dann nicht mehr entscheidend kontern, aber zumindest Bronze sichern.

Denn Hussong stand zwar zwischenzeitlich auf dem Silberrang, hatte mit 65,21 Metern im letzten Durchgang dann aber nicht mehr die Weite, um nach den Würfen von Barber, Lyu und Liu nochmal in die Medaillenränge vorzurücken.

Deutsche Speerwerferinnen erneut ohne Medaille

Die deutschen Speerwerferinnen blieben damit zum zweiten Mal in Folge ohne Medaille. Davor hatten sie bei vier Weltmeisterschaften dreimal Gold geholt: 2009 durch Steffi Nerius, 2013 durch Christina Obergföll und 2015 durch Katharina Molitor.

In der Qualifikation hatte Hussong bereits im ersten Versuch mit 65,29 die geforderten 63,50 m deutlich übertroffen, besser war in der Ausscheidung nur Lyu (67,29). Annika Marie Fuchs aus Potsdam hatte mit 58,16 m den Einzug ins Finale verpasst.

02:31 min | 02.10.2019 | Das Erste

Speer-Vierte Hussong: "Traurig, aber der Stolz wird kommen"

Ein guter Wettkampf, aber am Ende blieb für Christin Hussong bei der Leichtathletik-WM in Doha "nur" der undankbare vierte Platz. Die Speerwerferin im Morgenmagazin-Interview bei Frank Busemann.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Leichtathletik-WM 2019 in Doha | 27.09.2019 | 16:10 Uhr

Stand: 01.10.19 21:40 Uhr