Die tschechische Speerwerferin Barbora Spotakova jubelt über ihren Sieg © imago sportfotodienst Foto: Axel Kohring

Speerwurf

Speer: Gold für Spotakova - Molitor nur Siebte

Zehn Jahre nach ihrem ersten WM-Titel in Osaka hat sich Barbora Spotakova wieder zur Speerwurf-Weltmeisterin gekürt. Die 36-jährige Tschechin setzte sich am Dienstag (08.08.17) bei den Titelkämpfen in London vor den Chinesinnen Lingwi Li und Huihui Lyu durch. Titelverteidigerin Katharina Molitor wurde nur Siebte.

Molitor fand im Olympiastadion von London, das sie 2012 als Sechste verlassen hatte, nicht so recht in den Wettkampf. Lediglich mit einem Versuch kam die 33-Jährige aus Leverkusen über 60 m. Doch ihre 63,75 m reichten nicht, um bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden zu können. Bitter, da die Weltmeisterin von Peking in der Qualifikation mit Saisonbestleistung von 65,37 m hatte aufhorchen lassen. Im Finale hätte diese Weite zu Bronze gereicht. Erstmals seit sechs Jahren blieben die DLV-Speerwerferinnen damit ohne WM-Medaille.

Zwei Chinesinnen auf dem Treppchen

So durfte sich die zweimalige Olympiasiegerin Spotakova zehn Jahre nach ihrem ersten WM-Triumph über Gold freuen. Mit den 66,76 m der Weltrekordlerin konnten auch die beiden Chinesinnen Lingwi Li (66,25m) und Huihui Lyu (65,26m) nicht mithalten, die Silber und Bronze gewannen. Rio-Olympiasiegerin Sara Kolak (64,95/Kroatien) und Europameisterin Tatjana Chaladowitsch (64,05/Weißrussland) gingen leer aus.

Molitor: "65 Meter im Finale wären mir lieber gewesen"

"Bei den letzten drei Versuchen war der Schwung raus, da kam nichts mehr. Irgendwie ist das genau falsch herum gelaufen - 63 Meter in der Qualifikation und 65 Meter im Finale wären mir lieber gewesen", sagte Molitor in den Katakomben des Olympiastadions. "Aber ich bin jetzt weder glücklich noch unglücklich und eigentlich ganz zufrieden."

Mit einer erfolgreichen WM wollte die entthronte Weltmeisterin das bittere Aus bei den Olympischen Spielen in Rio im Vorjahr eigentlich komplett abhaken, damals sah sich Molitor bei der Nominierung durch den DLV übergangen. Trotz eines juristischen Nachspiels musste die Weltmeisterin die olympische Entscheidung am TV verfolgen. Nach der EM im kommenden Jahr in Berlin will Molitor ihre Karriere beenden.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Leichtathletik-WM 2017 London | 07.08.2017 | 20:15 Uhr

Stand: 09.08.17 01:00 Uhr