Mateusz Przybylko © dpa - Bildfunk Foto: Bernd Thissen/dpa

Hochsprung

Zwei Fehlversuche zu viel - Przybylko Fünfter

Mateusz Przybylko hat im Hochsprung-Finale Rang fünf belegt. Den Bronzerang verfehlte der 25-Jährige denkbar knapp: Weil gleich drei Springer 2,29 m verbuchten, entschieden die Fehlversuche. Eike Onnen belegte Rang zehn. Gold holte erwartungsgemäß der Katarer Mutaz Essa Barshim.

Ergebnisse

Leichtathletik, Hochsprung, Männer, Finale

Gold Flagge Katar QAT Mutaz Essa Barshim
Silber Flagge Neutrales Team ANA Danil Lysenko
Bronze Flagge Syrien SYR Madschd Eddin Ghasal
4. Flagge Mexiko MEX Edgar Rivera
5. Flagge Deutschland GER Mateusz Przybylko
10. Flagge Deutschland GER Eike Onnen

Mit Rang fünf im WM-Finale der Hochspringer hat Mateusz Przybylko die beste Platzierung in einem internationalen Wettkampf seiner bisherigen Karriere belegt. Doch bis sich der Leverkusener darüber so richtig freuen kann, dürfte noch einige Zeit vergehen. Der 25-Jährige schrammte denkbar knapp an Bronze vorbei. Mehr als die 2,29 m von Przybylko schaffte nämlich auch der Drittplatzierte Majd Eddin Ghazal nicht. Der Syrer hatte in seinem Wettkampf allerdings insgesamt zwei Fehlversuche weniger benötigt, Edgar Rivera aus Mexiko auf Platz vier einen. Silber gewann der Russe Danil Lysenko. Gold ging wie erwartet an Mutaz Essa Barshim, der bis 2,35 m alle Höhen im ersten Versuch gemeistert hatte. Der Katarer versuchte sich dann an 2,40 m, da scheiterte jedoch auch der 26-Jährige.

Mit übersprungenen 2,35 m im Juni in Bottrop hatte sich Przybylko auf Rang zwei der Weltjahresbestenliste katapultiert - und zugleich hohe Erwartungen für die WM in London geweckt. Nach seinen 2,31 m in der Quali hatte der 25-Jährige gesagt: "Ich möchte die Großen ärgern. Wenn der Körper mitspielt, kann ich mit einer Medaille liebäugeln."

Onnen wie in der Quali Zehnter

Eike Onnen, der zweite Deutsche im Feld, hatte sich bereits in der Quali schwer getan. Der Hannoveraner (Saisonbestleistung 2,30 m) war dreimal an der geforderten Höhe von 2,31 m gescheitert und trotzdem ins Finale eingezogen, weil er zuvor die 2,29 im ersten Versuch genommen hatte. Das Aus im Endkampf kam dennoch überraschend früh. Der EM-Dritte von 2016 nahm die Einstiegshöhe 2,20 m erst im dritten Versuch und scheiterte dann bei 2,25 m. Onnen plagte sich allerdings offenbar mit Problemen an der Hüfte herum. Mit seinen 2,20 m belegte der 35-Jährige wie schon in der Quali Rang zehn. Der Chinese Yu Wang trat gar nicht erst zum Finale an, der in der Quali so starke Bulgare Tihomir Ivanov brach nach einem Fehlversuch bei 2,20 m den Wettkampf ab.

Schon vor der WM hatte Onnen angekündigt, seine Karrriere fortzusetzen - mindestens bis zur Heim-EM im kommenden Jahr in Berlin.

Wie einst Mögenburg und Thränhardt

Przybylko und Onnen hatten bereits mit ihrem Einzug ins Finale für eine kleine Sensation gesorgt. Erstmals seit 30 Jahren standen wieder zwei deutsche Hochspringer in einem WM-Finale. 1987 in Rom belegte Dietmar Mögenburg mit 2,35 m Rang vier, Carlo Thränhardt wurde mit 2,29 m Achter.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Leichtathletik-WM 2017 London | 13.08.2017 | 21:45 Uhr

Stand: 13.08.17 21:40 Uhr