Doping-Geschichte

2009 - 2011: Blake, Rodgers und Mullings - gedopte Top-Sprinter

Sprinter Yohan Blake freut sich. © dpa Foto: Kerim Okten

2009 des Dopings überführt: Weltmeister Yohan Blake.

Ausgerechnet die Tempojäger aus Jamaika sorgten vor den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin für einen Dopingskandal: Yohan Blake, Lansford Spence, Marvin Anderson und Allodin Fothergill wurden bei den nationalen Meisterschaften Ende Juni 2009 in Kingston positiv auf das Stimulanzmittel 4-Methyl-2-hexanamin getestet. Auch bei der Staffel-Vizeweltmeisterin von 2007, Sheri-Ann Brooks, fanden die Kontrolleure die leistungssteigernde Substanz. Die jamaikanische Sprinterin wurde allerdings wegen eines Formfehlers bei der Öffnung der B-Probe freigesprochen. Der jamaikanische Verband meldete Brooks und ihre vier Teamkollegen vorsorglich nicht für die Staffelwettbewerbe in Berlin.

Geständnis und drei Monate Sperre

In erster Instanz wurden die vier Sprinter für unschuldig befunden. Gegen das Urteil des eigenen Schiedsgerichts ging die Jamaikanische Anti-Doping-Kommission (JADCO) in Berufung. Bei der Anhörung vor der Kommission gestanden Blake, Spence, Anderson und Fothergill, gedopt zu haben. Das Quartett hätte mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren rechnen müssen. Letztlich durften die positiven Jamaika-Sprinter drei Monate nicht auf die Laufbahn. Pikant: In Blake und Anderson wurden zwei Vereinskollegen von Superstar Usain Bolt erwischt. Alle drei trainieren im Racers Track Club in Jamaika bei Coach Glen Mills.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 29.08.2015, 10.50 Uhr

Stand: 17.08.15 08:00 Uhr