Doping-Geschichte

1960 - 1972: Die "Press-Brothers", Beyer und Gummel

Hammerwerfer Uwe Beyer © picture-alliance / Sven Simon Foto: Sven Simon

Hammerwerfer Uwe Beyer.

Uwe Beyer, 1971 Europameister im Hammerwurf, erlag am 15. April 1993 - einen Tag nach seinem 48. Geburtstag - einem Herzinfarkt bei einem Tennisspiel in seinem Urlaubsort Belek/Türkei. 1981 hatte sich der Bronzemedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele von 1964, der in einer "Nibelungen"-Kinoproduktion den Siegfried gab, zu jahrelangem Doping mit Anabolika bekannt, die ihm der Freiburger Sportmediziner und Olympia-Arzt Joseph Keul rezeptierte. "Ich erlebte einen sprunghaften Anstieg der Kraftleistungen. Beim Training wurde ich einfach nicht mehr müde, immer hätte ich Bäume ausreißen können", schilderte der ehemalige Weltrekordler die Auswirkungen des Drogen-Konsums, der seinen frühen Tod mutmaßlich befördert haben dürfte. Beyer wurde einer Obduktion unterzogen. Laut Buchautor Edwin Klein, zu Beyers Zeit ebenfalls Hammerwerfer von Weltklasse, wurde dabei eine Verengung der Herzkranzgefäße festgestellt.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 29.08.2015, 10.50 Uhr

Stand: 17.08.15 08:00 Uhr