Matej Toth aus der Slowakei bei der WM in Peking im Wettbwerb über 50 km Gehen. © dpa bildfunk Foto: Wu Hong

50 km Gehen

Favorit Toth geht als Sieger ins Ziel

Titelfavorit Matej Toth hat sich über 50 km Gehen keine Blöße gegeben: Der Slowake sorgte mit seinem überlegenen Sieg für das erste Gold seines Landes bei dieser WM.

Vize-Europameister Matej Toth aus der Slowakei hat in Peking wie erwartet den WM-Titel über 50 km Gehen gewonnen. Der 43-Jährige lief am Samstag (29.8.15) ein einsames Rennen an der Spitze: Vom Start weg führte er das Feld der gut 50 Teilnehmer an - und gab diese Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Toths Überlegenheit macht auch die Tatsache deutlich, dass er während des Rennens sogar einmal kurz auf die Toilette gehen konnte. Nach 3:40:32 Stunden hatte er schließlich 1:45 Minuten Vorsprung vor Olympia-Silbermedaillengewinner Jared Tallent (3:42:17) aus Australien. Platz drei und damit die Bronzemedaille sicherte sich der Japaner Takayuki Tanii (3:42:55).

Dohmann gibt auf

Für Toth, der in dieser Saison bereits die beste Zeit auf dieser Strecke vorgelegt hatte, ist der WM-Titel der größte Erfolg in seiner Karriere. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften vor zwei Jahren in Moskau war er Fünfter geworden. Titelverteidiger Robert Heffernan aus Irland wurde in 3:44:17 Minuten Fünfter. Der einzige deutsche Geher im Feld, Carl Dohmann vom SCL-Heel Baden-Baden, kam nicht ins Ziel. Er gab etwa bei der Hälfte des Rennens auf. "Er fühlte sich heute einfach nicht gut", sagte Bundestrainer Ronald Weigel, der 1983 in Helsinki über diese Distanz Weltmeister geworden war. Weltrekordler und Europameister Yohann Diniz fehlte verletzt.

Alexander Jargunkin vorläufig gesperrt

Der Geher-Wettbewerb am vorletzten WM-Tag fand ohne russische Beteiligung statt. Wie russische Medien am Freitag berichteten, wurde Geher Alexander Jargunkin schon vor den Titelkämpfen positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet. Der 34-Jährige wurde daraufhin vorläufig gesperrt. Jargunkin wäre ohnehin der einzige russische Starter gewesen. Andere Athleten hatte der russische Verband aufgrund der massiven Dopingprobleme im nationalen Trainingszentrum nicht für die Weltmeisterschaften nominiert.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 29.08.2015, 10.50 Uhr

Stand: 29.08.15 05:31 Uhr