Fabienne Kohlmann ist enttäuscht. © dpa Foto:  Michael Kappeler

800 m

Kohlmann "verbummelt" den Finaleinzug

Fabienne Kohlmann hat den erhofften Einzug in den 800-m-Endlauf verpasst. Nach dem Halbfinal-Aus ärgerte sie sich über ihre Taktik. Auch Christina Hering schied aus.

Das Warten auf eine WM-Finalteilnahme einer deutschen 800-m-Läuferin geht auch zwölf Jahre nach dem fünften Platz von Claudia Gesell bei den Weltmeisterschaften 2003 in Paris weiter. Die mit großen Endlauf-Hoffnungen nach Peking gereiste Fabienne Kohlmann verpasste am Donnerstag (27.8.15) im "Vogelnest" den Einzug ins Finale am Samstag (29.8.15, 13.15 Uhr live im Ersten und auf sportschau.de): Als Dritte ihres schnellen Semifinallaufs reichte die gute Zeit von 1:59,42 Minuten nicht für einen der acht Endlaufplätze. Im Interview im Ersten äußerte sich die Läuferin der LG Karlstadt-Gambach-Lohr im Anschluss selbstkritisch: "Ich habe es auf den letzten 200 m verbummelt. Die Post ging ohne mich ab." So ging der Plan der 25-Jährigen schließlich nicht auf, sich als Vorlauf-Zweite fürs Finale zu qualifizieren.

Trotz Ausscheidens ist Hering stolz auf sich

Christina Hering ist enttäuscht. © dpa Foto: David J. Phillip

Christina Hering hatte eine Chance, das Finale zu erreichen.

Kohlmanns 20 Jahre alte DLV-Teamkollegin Christina Hering wurde in 2:00,81 Minuten nur Letzte ihres Laufs und verpasste das Finale deutlich. Trotz des Ausscheidens im Halbfinale war die Münchnerin aber mit ihrem ersten WM-Auftritt bei den "Großen" zufrieden: "Ich bin stolz, dass ich heute noch einmal laufen durfte bei dieser Atmosphäre im Stadion", sagte sie im Ersten. Als Schnellste aus den drei Halbfinals qualifizierte sich die Kanadierin Melissa Bishop aus Kanada in 1:57,52 Minuten für den Endlauf. Auch Titelverteidigerin Eunice Jepkoech Sum aus Kenia (1:57,56 Min.) steht im Finale. Sie kam im dritten und schnellsten Lauf am Ende als Dritte über die Zeitschnellsten-Regelung weiter. Die südafrikanische Ex-Weltmeisterin Caster Semenya (2:03,18 Min.) schied hingegen aus.

Russin Subbotina ohne Chance

Olympiasiegerin Maria Sawinowa ist in Peking nicht dabei, der Russin droht wegen angeblichen Dopingmissbrauchs eine vierjährige Sperre. Laut den jüngsten ARD-Enthüllungen wurde bei den russischen 800-m-Läuferinnen in besonders hohem Maße manipuliert. Nur eine Starterin des Landes war über die einstige Paradestrecke im "Vogelnest" am Start, nachdem die belasteten Athletinnen aussortiert worden waren. Jewgenija Subbotina schied im Vorlauf sang- und klanglos aus.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 29.08.2015, 10.50 Uhr

Stand: 27.08.15 14:46 Uhr