Jelena Laschmanowa (r.) und Anisja Kirdjapkina © dpa-bildfunk Foto: Sergei Ilnitsky

Doping: Russland zieht seine Geher aus dem Verkehr

Der russische Leichtathletik-Verband hat seine extrem erfolgreichen und hochverdächtigen Geher von allen internationalen Wettkämpfen zurückgezogen. Sie werden voraussichtlich auch bei der WM in Peking fehlen. Zudem wurde Erfolgstrainer Wiktor Tschegin suspendiert.

Paukenschlag kurz vor den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking: Der russische Verband hat seine Geher, von denen in den vergangenen Jahren insgesamt 25 wegen Dopings gesperrt wurden, bis auf weiteres von allen internationalen Wettbewerben zurückgezogen. Zudem wurde Erfolgstrainer Wiktor Tschegin suspendiert. Angesichts laufender Dopingermittlungen gegen den 53-Jährigen habe der Verband diese Maßnahme getroffen, "um einen Image-Schaden für den russischen Sport abzuwenden". Der Verzicht auf die Wettkämpfe soll aufrechterhalten werden, bis die aktuellen Ermittlungen der nationalen Anti-Doping-Agentur RUSADA gegen Tschegin abgeschlossen sind.

Tschegins Athleten unter Generalverdacht

Als Trainer führte der Russe zahlreiche Geher zu internationalen Erfolgen. Mindestens 20 seiner Athleten wurden in den vergangenen Jahren allerdings wegen Dopings gesperrt, darunter die Olympiasieger Waleri Bortschin, Sergej Kirdjapkin und Olga Kaniskina. In der russischen Leichathletik war gerade erst ein wenig Ruhe eingekehrt, nachdem im Winter eine ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht" über systematisches Doping sowie Korruption im russischen Sport weltweit für Aufsehen gesorgt hatte.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 29.08.2015, 10.50 Uhr

Stand: 16.07.15 16:24 Uhr