Silke Spiegelburg

Silke Spiegelburg

Sportart: Leichtathletik
Disziplin: Stabhochsprung
Land: Deutschland Flagge Deutschland

Steckbrief

geb. am: 17.03.1986
in Georgsmarienhütte
Größe: 173 cm
Gewicht: 62 kg
Verein: TSV Bayer 04 Leverkusen
Trainer: Richard Spiegelburg, Micky Corucle
Beruf: Studentin (Gesundheitsökonomie)

Sportliche Eckdaten

Persönliche Bestleistung:
4,82 m (2012/DR)
Größte Erfolge
Olympische Spiele:
4. Platz 2012
7. Platz 2008

Weltmeisterschaften:
4. Platz 2013
4. Platz 2009

Europameisterschaften:
4. Platz 2012
Silber 2010

Hallen-EM:
Silber 2011
Silber 2009

Deutsche Meisterschaften:
Silber 2017
Bronze 2015
Silber 2013
Gold 2012
Silber 2011
Gold 2010
Gold 2009
Gold 2007
Gold 2006
Gold 2005

U20-EM:
Gold 2005
Gold 2003

U18-WM:
Gold 2001


Silke Spiegelburg befindet sich mit ihrer Disziplin in bester familiärer Gesellschaft: Ihre Brüder Christian, Hendrik und vor allem Richard waren allesamt erfolgreiche Stabhochspringer. In den vergangenen Jahren sprang die Leverkusenerin meist auf konstant hohem Niveau. Vorausgesetzt, sie war gesund und nicht wie 2014, als sie ein Haarriss im Kahnbein zu einer Fußoperation zwang, oder auch in diesem Jahr durch Verletzungen gehandicapt. Bei den großen internationalen Meisterschaften ging sie allerdings meistens leer aus. Silber bei den Europameisterschaften mit 4,65 m war in Barcelona 2010 eine Ausnahme.

"Warum immer Vierte?"

Eine enttäuschte Silke Spiegelburg © dpa - Bildfunk Foto: Michael Kappeler

Enttäuscht: Silke Spiegelburg nach einem weiteren vierten Platz 2013 in Moskau.

Nachdem sie bei der Heim-WM 2009 in Berlin sowie bei der Hallen-WM 2012 in Istanbul und der EM 2012 in Helsinki jeweils auf dem vierten Platz gelandet war, sprang auch bei den Olympischen Spielen in London nur die "Holzmedaille" heraus. Spiegelburg war restlos bedient: "Das kann doch nicht wahr sein. Warum werde ich denn immer Vierte?", weinte und klagte die damals 27-Jährige, die bei ihrer dritten Olympia-Teilnahme endlich auf dem Treppchen landen wollte. Bis heute wartet die Leverkusenerin auf ihr erstes Edelmetall auf der Weltbühne: Der "Fluch" des vierten Platzes setzte sich auch bei der WM 2013 in Moskau trotz Saisonbestleistung mit 4,75 m fort.

Frühes Saison-Aus 2014

Zu den großen Erfolgen der 31-Jährigen, die seit 2012 mit 4,82 m den deutschen Rekord hält, zählen neben dem EM-Silber 2010 auch zweimal Hallen-EM-Silber (2009 und 2011). Zudem entschied sie dreimal in Folge (2011 - 2013) das Diamond Race für sich. Doch 2014 ging nach einer Fuß-Operation lange Monate gar nichts. Erst im Mai gab Spiegelburg nach fast einjähriger Zwangspause ihr Comeback. Im Juni überquerte sie bei ihrem Sieg bei der Team-EM im russischen Tscheboksary mit verkürztem Anlauf 4,75 m und meldete sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurück. "Ich hätte nie gedacht, dass man aus 14 Schritten so hoch springen kann", sagte sie.

In Peking nicht im Finale

Stabhochspringerin Silke Spiegelburg im Olympiastadion in Peking während der Leichtathletik-WM. © dpa bildfunk Foto: Diego Azubel

Bei der WM in Peking lief für Silke Spiegelburg nichts zusammen.

Ihre sportliche Karriere plant Spiegelburg derweil noch bis zur Heim-EM 2018 in Berlin. Mit Berlin hat sie seit der WM 2009 ebenso noch eine Rechnung offen wie mit Olympia. Nachdem sie schon bei den Welt-Titelkämpfen in Peking 2015 nicht über die Qualifikation hinausgekommen war, musste sie aus gesundheitlichen Gründen gleich ganz auf die Olympischen Spiele in Rio verzichten. Dabei hatte sie sich nach überstandener Wadenverletzung mit einer Höhe von 4,50 m wieder empfohlen, war dann aber bei der DM schon an der Anfangshöhe von 4,30 m gescheitert. Auch im WM-Jahr 2017 kam die deutsche Rekordhalterin schwer in Schwung. Verletzungsbedingt stieg sie erst Mitte Juni in Zweibrücken in die Saison ein, blieb aber zunächst ohne Höhe.

WM-Ticket auf den letzten Drücker

Es folgten mittelmäßige Wettkämpfe, doch als es bei der DM in Erfurt ernst wurde, war sie bereit. Zur siebten deutschen Meisterschaft reichte es als Zweite hinter Lisa Ryzih zwar nicht. Aber das WM-Ticket nach London konnte die "ewige Vierte" quasi auf den letzten Drücker mit einer Höhe von 4,55 m lösen. Und die beste Nachricht im Steigerwaldstadion, wo sie zehn Jahre zuvor schon einmal Meisterin geworden war, lautete: Die leidige Fußverletzung machte keine Probleme mehr. Zum sechsten Mal ist sie nun bei den Welttitelkämpfen dabei. "Endlich wieder gesund", sagte sie der ARD.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 29.08.2015, 10.50 Uhr

Stand: 30.07.17 13:30 Uhr