Der Sprinter Sven Knipphals erhält den Staffelstab von Julian Reus

Sven Knipphals

Sportart: Leichtathletik
Disziplinen: 100 m , 4 x 100 m
Land: Deutschland Flagge Deutschland

Steckbrief

geb. am: 20.09.1985
in Hannover
Größe: 190 cm
Gewicht: 88 kg
Verein: VfL Wolfsburg
Trainer: Ronald Stein
Beruf: Chiropraktiker

Sportliche Eckdaten

Persönliche Bestleistung:
10,13 Sek. (100 m/2015)
Größte Erfolge
Weltmeisterschaften:
4. Platz 2015 (4x100 m)
4. Platz 2013 (4x100 m)

Europameisterschaften :
Bronze 2016 (4x100 m)
Silber 2014 (4x100 m)

Deutsche Meisterschaften:
Silber 2013 (200 m)
Bronze 2013 (100 m)
Bronze 2011 (200 m)


Sven Knipphals bekam das Talent praktisch in die Wiege gelegt. Sein Vater Jens Knipphals gehörte Anfang der 1980er-Jahre zu den besten Weitspringern Deutschlands (Bestleistung: 8,14 m), holte 1983 bei der Hallen-EM Bronze. Großvater Hans-Jürgen Knipphals war in den 1950er-Jahren ein erfolgreicher Handballer. Die Uroma des 29-Jährigen gründete einst den VfL Wolfsburg mit. "Das macht mich sehr stolz", so Knipphals, genannt "der schnellste Wolf".

Fußball bleibt ein Intermezzo

Der Sprinter begann mit neun Jahren mit der Leichtathletik, wechselte allerdings drei Jahre später zum Fußball. Mit 16 Jahren stieg er wieder um, kehrte zu seiner ersten Liebe Leichtathletik zurück. "Ich war klein und schnell, wurde deshalb oft gefoult und verletzte mich dabei", erklärte der Wolfsburger, der sich zunächst auch im Weitsprung versuchte, dann aber ganz auf den Sprint konzentrierte.

Finanzielle Unterstützung durch Crowdfunding

Um seinen Spitzensport zu finanzieren, griff der Sprinter, der mehrmals pro Woche als Chiropraktiker arbeitet, zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Auf seiner Crowdfunding-Seite kann man den Wolfsburger mieten, für ein Sprinttraining etwa. Zudem unterstützen ihn die Bundesliga-Fußballer des VfL mit Trainings- und Wettkampfkleidung.

EM-Staffel-Silber und -Bronze

Lucas Jakubczyk (v.l.), Julian Reus, Sven Knipphals und Alexander Kosenkow © picture-alliance Foto: Rainer Jensen

Zweite in Zürich: Lucas Jakubczyk, Julian Reus, Sven Knipphals und Alexander Kosenkow (v.l.).

2015 steigerte der Niedersachse seine persönliche Bestzeit auf 10,13 Sekunden. Seine Vision: 9,99 Sekunden. Sein Traum: die Teilnahme an einem Einzelfinale bei internationalen Meisterschaften. Mit der Staffel verpasste er bei den Weltmeisterschaften 2015 und 2013 nur knapp Bronze, bei der EM 2014 in Zürich sprang für Knipphals und Co. Silber hinter den Briten heraus. Im vergangenen Jahr in Amsterdam gab es für das DLV-Quartett EM-Bronze.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 29.08.2015, 10.50 Uhr

Stand: 18.07.17 10:15 Uhr